MDR Rundfunkrat

Jury des MDR Rundfunkrates

Statt der Biografien haben wir in diesem Jahr die Mitglieder der Jurys gebeten, folgende drei Fragen zu beantworten:

FRAGE 1: Welches war Ihr erstes großes Kinoerlebnis, an das Sie sich erinnern können?
FRAGE 2: Was lieben Sie an Ihrem Beruf am meisten?
FRAGE 3: Was macht eine gelungene Film- bzw. Fernsehproduktion für das junge Publikum aus?


Kai Ostermann
Jena, Referent für Jugendverbandsarbeit beim Demokratischen Jugendring Jena e.V.

FRAGE 1: Ich kann mich gar nicht mehr an den Film erinnern, wohl aber an den ganzen Ablauf und der war echt beeindruckend. In unserem Dorf gab es alle paar Wochen Menschen, die mit einem mobilen Filmprojektor in den Gemeinderaum “einzogen“. Das Rattern der Maschine, das Flackern der Bilder auf der Leinwand, das Filmschauen mit so vielen Freunden, das war und ist bis heute für mich großes Kino.
FRAGE 2: In meinem Arbeitsleben habe ich die große Freude, jungen Menschen, die selbst ihre Freizeit gestalten, zu unterstützen. Da gibt es immer viele verschiedene Themen und Aufgaben, das finde ich sehr bereichernd.
FRAGE 3: Dass sie auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet, aber auch nicht nur der blanke Spaß ist.


Chris Raiber
Wien, Regisseur und Autor

FRAGE 1: Ich sah mit meiner Großmutter HERBIE DREHT DURCH. Als wir danach mit dem roten VW Käfer meiner Großmutter nach Hause gefahren sind, habe ich zum ersten Mal mit einem Auto gesprochen.
FRAGE 2: Wenn das Geschriebene bildlich wird.
FRAGE 3: Eine mitreißende, ungewöhnliche Geschichte zu erzählen und dies bitte tunlichst, ohne belehrend zu sein.


Christian Schramm
Bautzen, OB a.D., Präsident des Sächsischen Kultursenats, Mitglied im Verwaltungsrat des MDR

FRAGE 1: Der sowjetische Sciencefiction-Film DER AMPHIBIENMENSCH, nach einem Buch von Alexander Beljajew, aus dem Jahr 1962. Da war ich zehn Jahre alt.
FRAGE 2: Die intensive Begegnung mit Menschen und die Möglichkeit zum Gestalten.
FRAGE 3: a.) Klarheit und spannende Fabel, b.) jugendgerechte Wort- und Bildsprache sowie c.) eine gute, wichtige Message.


Dr. theol. Jürgen Weißbach
Halle/Saale, Rentner seit August 2003, Mitglied im Verwaltungsrat des MDR, hauptamtlich zuletzt Vorsitzender des DGB Sachsen-Anhalt

FRAGE 1: Der Film von Ingmar Bergmann WILDE ERDBEEREN sowie die Filme von Sergej Eisenstein.
FRAGE 2: Da ich mehrfach meine Berufstätigkeiten gewechselt habe (z.B. von universitären Aufgaben, Göttingen, Oldenburg zum Deutschen Gewerkschaftsbund, Hannover, Magdeburg) sind immer wieder neue Fähigkeiten realisierbar geworden. Dies geht mir auch bei Ehrenämtern als Rentner so.
FRAGE 3: Kinderfilme sehe ich vor allem im Kino und Fernsehen mit meiner Enkelin. Kinderfilme müssen unterhaltsam sein, realistisch menschliche Lebenswelten erfassen und ästhetisch einfach gut sein. Am besten, es sind auch Erwachsene fasziniert.