PiXEL-Award

Jury PiXEL-Award

Statt der Biografien haben wir in diesem Jahr die Mitglieder der Jurys gebeten, folgende drei Fragen zu beantworten:

FRAGE 1: Welches war Ihr erstes großes Kinoerlebnis, an das Sie sich erinnern können?
FRAGE 2: Was lieben Sie an Ihrem Beruf am meisten?
FRAGE 3: Was macht eine gelungene Film- bzw. Fernsehproduktion für das junge Publikum aus?


Silvia Keil
Erfurt, Stellvertretende Leiterin Redaktion Vorschule, KiKA

FRAGE 1: DAS DSCHUNGELBUCH.
FRAGE 2: Das Privileg, immer wieder mit neuen Inhalten umzugehen und Neues zu lernen. Die Herausforderung, immer wieder gute Geschichten zu erzählen.
FRAGE 3: Eine gute Geschichte, die Spaß macht und darüber hinaus nachhaltig anregend und inspirierend ist.


Christian Klisan
Halle (Saale), Medienpädagoge im Projekt “Medienmobil“ der Medienanstalt Sachsen-Anhalt

FRAGE 1: Mein erstes großes Kinoerlebnis war der Film ET mit ca. vier oder fünf Jahren im Kino. Ich war definitiv zu jung und habe mich mächtig gegruselt. Seitdem kann ich den Film bis heute nicht leiden.
FRAGE 2: Ich darf mich mit Themen beschäftigen, die aktuell und relevant sind. Dann darf ich auch noch kreativ arbeiten und wenn ich am Computer spiele, ist das nicht Vergnügen, sondern Weiterbildung.
FRAGE 3: Ich denke, ein gelungener Film für Jugendliche muss unterhaltsam und inhaltsstark sein. Er sollte ein Abenteuer bieten, welches man selbst gerne mal erleben möchte.


Pauline Kortmann
Berlin, freiberufliche Animationsfilmerin im Talking Animals Collective

FRAGE 1: Als mich meine Mutter mit etwa sieben Jahren in DIE BMX-BANDE mitnahm. Ich war grenzenlos überwältigt von den drei gangsterüberführenden Jugendlichen und ihren Fahrkünsten. Den gesamten Heimweg über bin ich euphorisch, als wäre ich selbst ein BMX-Rad, kreuz und quer über den Bürgersteig gepflügt.
FRAGE 2: Das spannendste im Job ist, mich auf die unterschiedlichen Anforderungen jedes Kundenauftrags einzuschießen und zu erforschen, welches die richtigen animatorischen Entscheidungen für das Projekt sind. Und natürlich ist es wunderbar, aus Zeichnungen lebendige, fast greifbare Charaktere und Welten entstehen zu lassen.
FRAGE 3: Wenn Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen und nicht für blöd verkauft werden. Wenn aus ihrer Perspektive erzählt wird von Themen und Emotionen, die für sie relevant, spannend oder lustig sind. Kurz: Wenn sie genau da „abgeholt“ werden, wo sie sind.


Anke Lehmann
Köln, Referentin des Blickwechsel e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz NRW (AJS)

FRAGE 1: Als ich etwa zehn Jahre alt war, gab es im Dorfkino mit Holzklappsitzen am Nachmittag und allein mit meiner Freundin BERNHARD UND BIANCA. Das war aufregend! Über die Start- und Landemanöver des Albatrosses haben wir uns noch jahrelang lang schlappgelacht. Danach kamen dann mit zwölf Jahren die GHOSTBUSTERS – inklusive fieser Alpträume im Anschluss! Uhhh.
FRAGE 2: Wie wunderbar, dass ich soviele verschiedene Menschen und Meinungen kennenlernen darf!
FRAGE 3: Kinderfilme müssen qualitativ hochwertig sein und gut(!) unterhalten. Sie sollen kameratechnisch auf Augenhöhe von Kindern sein, Vorbilder und Identifikationsfiguren bieten, den Alltag von Kindern aufgreifen und Zuversicht geben. Filme für Kinder müssen Kinder ernst nehmen!


Christoph Neumann
Duderstadt, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Leiter Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen

FRAGE 1: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD.
FRAGE 2: Die verschiedenen Tätigkeitsfelder: Pressearbeit, Organisation von Hoffesten und Presseveranstaltungen, Erstellung von Publikationen. Kontakte zu unterschiedlichsten Menschen – Journalisten, Entscheidungsträgern aus Ministerien und Behörden, Wirtschaft und öffentlichem Leben, Mitarbeitern aus Umweltbildung, Naturschutz und Marketing.
FRAGE 3: Eine gute, altersgruppengerechte und packende Geschichte. Durch ansprechende Bilder und Einstellungen inszeniert, ob nun mit oder ohne Dialoge.


Marina Stüwe
Gera, Assistentin der Festivalleitung und verantwortlich für das Medienpädagogische Programm bei der Deutschen Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ

FRAGE 1: Das war in einem riesigen kuppelartigen Zeltkino. Den Filmtitel habe ich vergessen. Die Kinoatmosphäre in diesem futuristischen Zelt hat mich irgendwie stärker und nachhaltiger beeindruckt, als der Film selbst.
FRAGE 2: Mich in jedem Herbst erst ganz theoretisch mit den aktuellen Medienentwicklungen zu beschäftigen und dann die spannendsten und passendsten Ideen für Kinder und Erwachsene zu planen und auf unserem Festival auszuprobieren. Und natürlich die wuselige Stimmung vor unserem Festival, wenn die Tage bis dahin weniger werden, das Team dafür größer und man anfängt, schneller zu reden und zu denken.
FRAGE 3: Wenn Kinder dabei lachen, nachdenken, in die Geschichte hineingezogen werden und lange Zeit später noch davon erzählen, dann ist das für mich ein sehr gelungener Film für unsere jungen Zuschauer.


Mirko Pohl (Mitkoordinator des Projektes SPiXEL – PiXEL-Award),
Gera, Referent für Medienbildung und Bürgermedien bei der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)

FRAGE 1: Bei uns in der Dorfkneipe wurden in dem miefigen Vereinssaal in brütender Hitze die Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy auf dem 16mm-Gerät der Kirchengemeinde gezeigt. Ein Highlight des ostfriesischen Dorflebens!
FRAGE 2: Mir Konzepte auszudenken, auszuprobieren, dran zu feilen und aus Fehlern zu lernen.
FRAGE 3: Glänzende Kinderaugen!